Das Konzept wird alle drei Jahre überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Verabschiedet durch die Abteilungs- und Jugendleitung: Dezember 2025
Nächste Überprüfung: Dezember 2028
1. Präambel und Zielsetzung
Der TSV Palling e.V. – Abteilung Fußball – versteht sich als ein Ort der Gemeinschaft, Fair-ness und des Miteinanders. Wir setzen uns für das Wohlergehen von jungen Menschen in unserer Region ein. Dabei übernehmen wir in vielfacher Weise Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen und sind uns dieser besonderen Verantwortung bewusst. Die Fußballabteilung des TSV Palling trägt Sorge für den Kinderschutz, verurteilt auf das Schärfste jede Form von Gewalt und Kindeswohlgefährdung und tritt Handlungen entgegen, die das Wohl der Kinder und Jugendlichen gefährden.
Die Grundsätze der Kinder- und Jugendarbeit der Abteilung Fußball des TSV Palling sind im Jugendkonzept beschrieben. Dieses Kinder- und Jugendschutzkonzept ergänzt das Jugendkonzept und konkretisiert insbesondere die Themen Prävention, Schutz, Verant-wortlichkeiten sowie das Vorgehen im Verdachtsfall. Beide Konzepte sind verbindliche Bestandteile der Vereinsarbeit und greifen inhaltlich ineinander.
2. Geltungsbereich und Zuständigkeiten
Dieses Konzept gilt für alle Mitglieder, Trainer*innen, Betreuer*innen, Funktionär*innen und Ehrenamtliche der Abteilung Fußball des TSV Palling e.V. Es umfasst sämtliche Vereinsaktivitäten, Trainings- und Spielbetriebe, Veranstaltungen, Turniere und Fahrten.
3. Leitbild und Werte
Im Verein sind viele Menschen aktiv, ob als Vorstand, Trainer, Betreuer, Verkäufer, Schiedsrichter oder Spieler. Aber auch Eltern, Freunde und Bekannte kommen hier zusammen. Diesbezüglich hat die Fußballabteilung des TSV 1920 Palling e.V. Verhaltensrichtlinien entwickelt, die den freundlichen und fairen Umgang miteinander regeln sollen. Nur ein respektvoller Umgang untereinander kann den Verein stärken und nach außen positiv repräsentieren.
A. Umgang mit Drogen, Tabak, Alkohol und Doping
Der TSV 1920 Palling -Abteilung Fußball- hält sich strikt an das Jugendschutzgesetz. Jegliche Art von Drogen oder Leistungssteigernden Substanzen sind verboten und werden in unserem Verein nicht geduldet. Die Missachtung dieser Grundsätze kann einen sofortigen Ausschluss des Mitglieds aus dem Verein zur Folge haben.

Quelle: Jugendschutz aktiv
B. Prävention gegen sexuelle und häusliche Gewalt
In einem Sportverein ist es leicht, schnell Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzunehmen und diesen auszunutzen. In unserer Zeit ist es umso wichtiger strikt gegen sexuelle Gewalt gegenüber Schutzbedürftigen vorzugehen. Der TSV 1920 Palling e.V. -Abteilung Fußball- hat es sich zur Aufgabe gemacht gegen jegliche Form von Kindeswohlgefährdung und häuslicher Gewalt in Kooperation mit den zuständigen Behörden und Anlaufstellen zu handeln und diese aufzuklären. Schon beim kleinsten Verdacht oder Anzeichen wird der Fall aufgenommen, besprochen und die nötigen Schritte eingeleitet. Es gibt bei uns kein Wegschauen. Aus diesem Grund sind in unserem Verein alle ehrenamtlich Tätigen dazu verpflichtet, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen und einen Ehrenkodex zu unterzeichnen, denn wir nehmen unsere Vorbildfunktion sehr ernst.
• Fußball ist ein Kontaktsport! Auch im Training ist es erforderlich beim Vorführen diverser Übungen und Techniken Körperkontakt zu halten. Wir respektieren die individuellen Schamgrenzen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen und arbeiten stets nur mit Ihrem Einverständnis.
• Während des Trainings- u. Spielbetriebes sind alle Kabinen und Duschen geschlechtlich und altersspezifisch getrennt. Trainer, Betreuer und Eltern haben während des Umziehens und des Duschens die Kabine zu verlassen. Eltern, Trainer und Betreuer halten sich nur in den unteren Altersklassen in den Kabinen auf und auch nur um Hilfeleistung zu geben, z.B. beim Anziehen. Bei der Notwendigkeit erste Hilfe zu leisten wird dies außer Kraft gesetzt.
• Bei Übernachtungen außerhalb aufgrund von Ausfahrten, Abschlussfeiern oder Trainingslagern werden Kinder ebenfalls nach Alter und Geschlecht untergebracht. Schlafmöglichkeiten für Übungsleiter, Betreuer oder Eltern werden separat eingerichtet.
• Disziplinarische Maßnahmen:
Gravierende Verstöße gegen unsere Leitlinien haben disziplinarische Konsequenzen zur Folge. Diese sind individuell angepasst an die Schwere und die Folgen des Vergehens. Sie werden stets nach ausführlicher Absprache mit den jeweiligen betroffenen Personen, der Jugendleitung und Abteilungsleitung sowie dem Vorstand getroffen und ausgesprochen.
4. Auswahl und Einarbeitung neuer Trainer*innen
Vor Aufnahme einer Tätigkeit im Kinder- und Jugendbereich legen alle Trainer*innen ein erweitertes Führungszeugnis vor und verpflichten sich zum Verhaltenskodex. Alle Trainer und Betreuer gewähren dann im Abstand von 5 Jahren erneute Einsicht in ihr erweitertes polizeiliches Führungszeugnis.
5. Kommunikationsleitlinie mit Eltern
Wir fördern eine offene, ehrliche und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Verein, Eltern und Kindern. Im Falle von kritischen Anmerkungen fördern wir eine konstruktive Auseinandersetzung miteinander.
6. Schulungs- und Überprüfungsplan
Jährliche Schulung, regelmäßige Überprüfung der Führungszeugnisse und Feedbackgespräche mit Eltern und Jugendlichen. Sollte ein Kfz des Vereins zum Transport von Kindern- Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt werden, so ist ein gültiger Führerschein zu überprüfen.
7. Kooperation mit externen Fachstellen
Um den Kinder- und Jugendschutz im Verein zu gewährleisten arbeiten wir mit dem Bayerischen Landes Sportverband e.V (BLSV), den Kreisjugendring Traunstein, dem Jugendamt Traunstein, dem Kinderschutzbund Traunstein und der Polizei zusammen.
Bayerischer Landes-Sportverband e.V.Tel.: +49 / 89 15702-400
E-Mail:
Schützing 2
83339 Chieming
Tel.: 0 86 64 / 92 71 96
Fax: 0 86 64 / 92 71 95
E-Mail:
Rosenheimer Str. 9
83278 Traunstein
Tel.: +49 / 861 58307 Polizeistation Traunreut
Porschestraße 10
83301 Traunreut
Tel.: +49 / 8669 86140 Deutscher Kinderschutzbund Ort- und Kreisverband Traunstein
Vonfichtstr. 1
83278 Traunstein
Tel.: +49 / 170 8240204
8. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche werden aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden.
9. Verhaltenskodex und Selbstverpflichtung
A. Trainer und Betreuer verpflichten sich zu nachfolgenden Ehrenkodex:
• Ich werde die Persönlichkeit jedes Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen achten und dessen Entwicklung unterstützen. Die individuellen Empfindungen zu Nähe und Distanz, die Intimsphäre und die persönlichen Schamgrenzen der mir anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die der anderen Vereinsmitglieder werde ich respektieren.
• Ich werde das Recht des mir anvertrauten Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf körperliche Unversehrtheit achten und keine Form der Gewalt, sei sie physischer, psychischer oder sexualisierter Art, ausüben.
• Ich werde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei ihrer Sozialentwicklung zu angemessenem Sozialverhalten anderen Menschen gegenüber anleiten. Ich möchte sie zu fairem und respektvollem Verhalten innerhalb und außerhalb der sportlichen Angebote gegenüber Mensch und Tier erziehen und sie zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und der Mitwelt anleiten.
• Ich respektiere die Würde jedes Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und verspreche, alle jungen Menschen, unabhängig ihrer sozialen, ethnischen und kulturellen Herkunft, Weltanschauung, Religion, politischen Überzeugung, sexueller Orientierung, ihres Alters oder Geschlechts, gleich und fair zu behandeln sowie Diskriminierung jeglicher Art sowie antidemokratischem Gedankengut entschieden entgegenzuwirken.
• Ich werde sportliche und außersportliche Angebote stets an dem Entwicklungsstand der mir anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausrichten und kinder- und jugendgerechte Methoden einsetzen.
• Ich werde stets versuchen, den mir anvertrauten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gerechte Rahmenbedingungen für sportliche und außersportliche Angebote zu schaffen.
• Ich biete den mir anvertrauten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für alle sportlichen und außersportlichen Angebote ausreichende Selbst- und Mitbestimmungsmöglichkeiten.
• Ich werde dafür Sorge tragen, dass die Fußballregeln eingehalten werden. Insbesondere übernehme ich eine positive und aktive Vorbildfunktion im Kampf gegen Doping und Medikamentenmissbrauch sowie gegen jegliche Art von Leistungsmanipulation.
• Ich möchte Vorbild für die mir anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sein, stets die Einhaltung von sportlichen und zwischenmenschlichen Regeln vermitteln und nach den Gesetzen des Fair Play handeln.
Ich verpflichte mich einzugreifen, wenn in meinem Umfeld gegen diesen Ehrenkodex verstoßen wird. Ich ziehe im „Konfliktfall“ professionelle, fachliche Unterstützung und Hilfe hinzu und informiere die Verantwortlichen auf der Leitungsebene. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen steht dabei an erster Stelle.
• Ich verspreche, dass auch mein Umgang mit erwachsenen Sportlerinnen und Sportlern auf den Werten und Normen dieses Ehrenkodexes basiert.
Quelle: Ehrenkodex DOSB
B. Verhaltensrichtlinien für Eltern
Ohne die Unterstützung unserer Eltern ist ein Gelingen der Fußballsparte des TSV 1920 Palling e.V. nicht möglich. Dennoch gibt es einige Richtlinien an die sich alle Eltern halten sollten um einen reibungslosen Trainings- u. Spielbetrieb zu gewährleisten.
• Kein Kind wird diskriminiert! Nicht wegen des Geschlechts, der sozialen oder ethnischen Herkunft, der Religion, Kleidung, Hautfarbe oder aufgrund von Beeinträchtigungen.
• Alle Kinder in unserem Verein wollen Fußball spielen und geben stets ihr Bestes. Der eine mit mehr, der andere mit weniger Erfolg. Vergessen Sie nicht, dass kein Kind mit Absicht Fehler macht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
• Wir möchten Sie bitten nicht nur bestimmte, sondern alle unsere Spieler anzufeuern und zu unterstützen. Kritisieren Sie nicht Einzelne durch Rufe vom Spielfeldrand, dies hat nur weitere Verunsicherung zur Folge und hemmt die Kinder in Ihrer sportlichen Entwicklung. Ermuntern Sie stattdessen die Spieler, auch wenn nicht alles gelingt. Sie werden sehen es spornt an, schafft Selbstvertrauen und stärkt die Mannschaft. Unterlassen Sie es taktische Anweisung zu geben, dies obliegt dem Trainerteam. Kritik und Beleidigungen in Richtung des Schiedsrichters werden nicht geduldet, dieser stellt ebenfalls seine Freizeit zur Verfügung. Ohne ihn würde kein Spiel stattfinden.
• Oft werden Nachwuchsschiedsrichter eingesetzt. Diese sind häufig sehr aufgeregt, verunsichert und nicht in jeder Situation sattelfest. Zeigen Sie Verständnis und nehmen Sie seine Entscheidung hin, denn auch durch harsche Kritik wird er seine Entscheidung nicht zurücknehmen, selbst wenn sie fraglich ist.
• Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum! Vergessen Sie nicht, Sie sind ein Vorbild.
• Außerdem möchten wir Sie bitten Kritik oder Unverständnis gegenüber dem Trainerteam durch konstruktive Gespräche zum Ausdruck zu bringen. Sprechen Sie den Trainer persönlich an und führen Sie ein Vieraugengespräch in Abwesenheit ihres Kindes, er wird Ihnen seine Entscheidung und Sichtweise erklären.
• Vermeiden Sie stets den Gebrauch von Kraftausdrücken. Kinder nehmen diese schnell auf und verwenden sie in ihrem täglichen Sprachgebrauch. Oft ohne Sinn und Bedeutung dieser zu wissen.
• Sollten Sie als Kraftfahrer zum Training oder Spiel eingesetzt werden oder erklären sich freiwillig für eine Fahrgemeinschaft bereit, möchten WIR als Verein, dass Sie während der Fahrt nicht Rauchen. Des Weiteren sollten Sie als Kraftfahrer kein Alkohol konsumieren.
Quelle: Jungedschutzkonzept des JFC Saale-Orla
C. Verhaltensrichtlinien für Spieler
• Ich behandele andere so, wie ich selbst behandelt werden möchte.
• Ich diskriminiere andere nicht wegen ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, ihrer Religion, Kleidung, Hautfarbe oder aufgrund ihrer Beeinträchtigung.
• Ich achte das Recht der anderen auf körperliche Unversehrtheit und wende keine Gewalt an. Weder physischer, psychischer oder sexualisierter Art.
• Ich respektiere die individuellen Grenzen der anderen und achte das Recht der anderen „Nein“ zu sagen. Ein „Nein“ wird von mir akzeptiert.
• Ich unterlasse die Verbreitung von Texten, Fotos, Videos oder Tonaufnahmen über Medien und soziale Netzwerke gegen den Willen der betreffenden Personen.
• Ich lasse zu, dass alle anderen ihre Gefühle und Wünsche frei äußern können.
• Ich vertrete den Fair-Play Gedanken aktiv und stelle mich daher gegen Tricks und jede Form von Betrug im sportlichen Wettbewerb und im Vereinsleben.
• Ich setze mich gegen gewalttätiges, sexistisches, rassistisches oder abwertendes Verhalten ein! Egal ob es durch Worte, Taten, Bilder oder Videos erfolgt.
• Ich unterstütze andere, wenn sie gerade nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen.
Quelle: Deutsche Sportjugend im DOSB
10. Digitale Kommunikation und Umgang mit sozial Media / „Netiquette“
In der digitalen Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen sollen die Leitlinien dieses Jugendschutzkonzeptes eingehalten werden.
Es ist verboten, Abbildungen (Fotos, Videos) einer Person ohne deren Einwilligung zu veröffentlichen, u.a. auch in Messenger-Diensten (wie WhatsApp) oder Sozialen Netzwerken.
Sollte Kontakt zwischen Trainer*innen und Sportler*innen über die Sozialen Medien stattfinden, muss dieser transparent gehandhabt werden, mindestes ein weiterer Trainer, Betreuer oder ein Elternteil sollte in die Chat-Gruppen eingebunden sein. Hierbei soll die Kommunikation stets einsehbar über einen Gruppenchat laufen, Eins-zu-Eins-Chats zwischen Sportler*innen und Trainer*innen sollen vermieden werden. Sollte es in Ausnahmefällen einmal zu einer Eins-zu-Eins Kommunikation zur spezifischen Koordination mit Sportler*innen kommen, ist es wichtig zwischen privaten Nachrichten und spielbetriebsbedingten Nachrichten zu unterscheiden und entsprechend nur spielbetriebsrelevante Kommunikation zu pflegen. Private Kommunikation soll nicht stattfinden.
Es sollen keine Fotos/Videos in den Chats gepostet werden, die nicht direkt etwas mit dem Sport-/Spielbetrieb zu tun haben.
Darüber hinaus sollen Trainer*innen keine Kontakt- bzw. Freundschaftsanfragen in den Sozialen Medien an ihre Sportler*innen stellen und entscheiden reflektiert unter welchen Voraussetzungen sie Kontaktanfragen ihrer Sportler*innen annehmen möchten.
Quelle: Jugendschutzkonzept des Post SV Nürnberg
Nützliche Informationen zur „Netiquette“ sind unter der Internetadresse zu erhalten:
https://www.internet-abc.de/eltern/kommunikation-handy-whatsapp-tiktok-instagram/netiquette-40-zeitgemaesse-regeln-fuer-den-umgang-im-netz/
11. Vorgehen im Verdachtsfall
Meldeplan:
12. Wichtige Kontaktdaten
Abteilungsleitung Fußball
Siehe Homepage TSV Palling
Jugendleitung Fußball
Siehe Homepage TSV Palling
Kinderschutzbund Traunstein
Tel. 0861 / 909 96 96
Jugendamt Traunstein
Tel. 0861 / 58 – 0
Polizei (Notruf)
110
Ärztlicher Notdienst
116 117
BLSV Kinderschutzbeauftragte*r
www.blsv.de/kinderschutz
13. Schlusswort
Der TSV Palling e.V. – Abteilung Fußball – verpflichtet sich, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und dieses Konzept regelmäßig weiterzuentwickeln.

